Die Liste der Freizeitangebote im Juni 2024 steht zum Download bereit.

 

 

 

Gegen Rechtsextremismus und neonazistische Netzwerke!


Krefeld ist eine Stadt der Vielfalt und Offenheit. Unsere Wirtschaft, unsere Kulturszene, unsere Vereine, unsere
Hochschule und Schulen sind weltweit vernetzt. In unserer Stadt leben und arbeiten Menschen verschiedener
Herkunft friedlich zusammen. Wir setzen uns dafür ein, dass dies auch weiterhin so bleibt.


Leider sehen wir seit geraumer Zeit, dass diese grundlegenden Werte von rechtsextremen Kräften infrage gestellt
werden und immer mehr rechtsextreme Hetze verbreitet wird.


Das unabhängige Deutsche Institut für Menschenrechte stellte fest, dass die AfD rassistische und rechtsextreme
Ziele verfolgt. Aktuell wurde öffentlich, dass Parteivertreter mit Neonazis und rechtsradikalen Kräften einen
sogenannten „Masterplan“ schmieden, Menschen mit Migrationshintergrund aus Deutschland zu vertreiben. Als
AfD-Partei-Repräsentanten bekräftigten unter anderem die Junge Alternative Baden-Württemberg, Bernhard
Zimniok, Felix Niedermeyer und Rene Springer diese Pläne öffentlich und stellten dies als "normale" politische
Forderung dar.


In Kenntnis der deutschen Geschichte lösen Deportationsplanungen in vielen von uns einen Schrecken aus. Wir
sehen uns in der Verantwortung, hiergegen auf die Straße gehen zu müssen: Diese Pläne missachten unsere
Grundrechte, die Charta der Grundrechte der Europäischen Union und die Menschenrechte. Gelingt es
Rechtsradikalen, mit diesen menschenverachtenden Fantasien die öffentliche Meinung und Gesetzgebung zu
verändern, stellt dies eine reale Bedrohung für unsere Demokratie, unseren Staat und unsere Verfassung dar.
Uns als Vereine, Initiativen, Parteien, Gewerkschaften, Religionsgemeinschaften, Kulturschaffende,
Wirtschaftsverbände, Unternehmen eint trotz aller Unterschiedlichkeit die feste Überzeugung der Richtigkeit
unserer Verfassung und den darin verbrieften Menschenrechten.
Die Deportationsplanungen stellen das Überschreiten einer roten Linie dar!
Damit solche rechtsextremen Pläne nicht unsere Verfassung angreifen, treten wir gemeinsam für unsere
Demokratie ein: Als Antwort wird die Breite der Gesellschaft zu Tausenden Widerstand auf der Straße zeigen und
unsere Verfassung verteidigen!
Wir als Erstunterzeichnerinnen und Erstunterzeichner bitten alle Akteure in Krefeld, sich diesem Einsatz für
unsere Demokratie anzuschließen und mit uns gemeinsam aufzurufen zur Demonstration:


3.2.2024 um 14:00 am Platz der Wiedervereinigung
Endkundgebung Theaterplatz


Liste der Erstunterzeichner und Erstunterzeichnerinnen: ADFC Krefeld Viersen, Aidshilfe Krefeld, Amnesty
Krefeld, Anstoss e.V., Antidiskriminierungsstelle Krefeld, Attac Krefeld, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Krefeld,
Bündnis für Toleranz und Demokratie e.V., CDU Krefeld, Crefelder CSD, Der andere Buchladen, Der
Paritätische, Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienstgegner DFGVK, DGB, Diakonie Krefeld-
Viersen, Die FETTE BEETE, Die Linke Krefeld, Die.Werkstatt, Emmaus Krefeld, Flüchtlingsrat Krefeld,
Freischwimmer, Fridays for Future Krefeld, Gleumes, Grüne Jugend Krefeld, Heartchor Krefeld e.V., IGM ,
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Internationale Frauencafé im Forum FIF, Jugendbeirat, Junge
Union, Jusos Krefeld, Katholische Arbeitnehmer Bewegung, Klärwerk, Klimaliste NRW, Kr.city, Krefeld Ravens,
Kultufabrik Krefeld, MAAANY, Mobifant, NGG, Ökumenisches Arbeitslosenzentrum Krefeld-Meerbusch, Sel la
Vie, Solawi - Solidarische Landwirtschaft Krefeld, Sozialbündnis Krefeld, SPD Krefeld, Theater Krefeld
Mönchengladbach, Verdi, Villa Merländer, VVN-BdA-Krefeld, WenDo Krefeld, Werkhaus, 4-Stunden-Liga

 

Plakat zum Download:

Appell der verbandlichen Caritas zum Armutstag und den Armutswochen 2023

Stadtentwicklungspolitik ist Sozialpolitik

Jede fünfte Person in Deutschland ist arm. Besonders betroffen sind Kinder und Jugendliche aus Haushalten mit geringem Einkommen, Menschen mit Behinderungen, Wohnungslose und immer mehr ältere Menschen. Für Menschen, die arm oder von Armut bedroht sind, haben öffentliche Räume und Einrichtungen eine große Bedeutung. Es sind wichtige Aufenthalts-, Begegnungs-, Lern- und Erholungsorte. Wie öffentliche Räume gestaltet sind und welchen Zugang Menschen haben, wirkt sich entscheidend auf ihre Lebensqualität und Teilhabechancen aus. Bei der Gestaltung und Entwicklung des öffentlichen Raumes müssen die Bedarfe der Menschen, die besonders auf diese Räume angewiesen sind, unbedingt im Blick sein!

 

Öffentliche Flächen, Gebäude und Liegenschaften erhalten und gemeinsam gestalten

Öffentliche Flächen und Infrastruktur, aber auch nicht mehr genutzte quasi-öffentliche Grundstücke in Kirchenbesitz werden zunehmend vermarktet. Große Flächen werden darüber hinaus vom Automobilverkehr in Anspruch genommen, der immer noch Vorrang vor anderen Nutzungen genießt. Um freie Flächen und Infrastruktur für die Allgemeinheit zu erhalten und kostenfrei zugänglich zu gestalten, sind verbindliche Beteiligungsprozesse notwendig. Dabei müssen die Perspektiven von Menschen, die in besonderem Maße auf den öffentlichen Raum angewiesen sind, zwingend einbezogen werden. Es braucht öffentliche Mitbestimmung. Die Städte und Kommunen müssen solche Beteiligungsmöglichkeiten strukturell verankern und ausreichend fördern. Städte und Gemeinden brauchen Ressourcen, um verbindliche Beteiligungsprozesse bei der Gestaltung des öffentlichen Raumes unterstützen und moderieren zu können!

 

Die ökologische Neugestaltung und partizipative Entwicklung öffentlicher Räume leistet einen entscheidenden Beitrag zu sozial gerechtem Klimaschutz

Wenn Flächen entsiegelt und begrünt werden, wirkt das dem Klimawandel entgegen und mindert auch damit verbundene gesundheitliche Gefahren. Einfach umsetzbare Mittel wie Sitzgelegenheiten und Liegeflächen im Schatten sowie Zugang zu kostenlosem Trinkwasser und Toiletten unterstützen die Nutzung dieser Flächen als Orte der Teilhabe am öffentlichen Leben. Barrierefreie Zugänge zu gestaltbaren Aktionsund Interaktionsräumen sind wichtig. Hier können Selbstwirksamkeit und sozialer Zusammenhalt erlebt werden. Die für die Daseinsvorsorge notwendigen Einrichtungen müssen zu Fuß, mit dem Rad oder ÖPNV erreicht werden können. Der Öffentliche Nahverkehr muss für alle erschwinglich und flächendeckend vorhanden sein. Zu den notwendigen Investitionen in den Klimaschutz gehören nachhaltig und barrierefrei gestaltete öffentliche Flächen und Räume mit hoher Aufenthaltsqualität!